Christina Berger wuchs in Ludwigshafen auf, wo ihr Vater für einen Chemiekonzern arbeitete und ihr früh beibrachte, dass Verträge lesen wichtiger sind als Verträge unterschreiben. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, spezialisierte sich früh auf Marketing-Controlling und absolvierte später das Advanced Management Programm am INSEAD in Fontainebleau. Schon während des Studiums jobbte sie bei einem Regional-Sponsor für Handball und Eishockey — und merkte, dass sie den Kick am Verhandlungstisch lieber hat als den auf dem Feld.
Ihre erste richtige Station war Red Bull. Zehn Jahre lang baute sie das Sponsoring-Partnership-Team für DACH aus und war maßgeblich an Deals mit Musikfestivals, Snowboard-Events und Stadt-Sport-Initiativen beteiligt. Sie lernte, wie Großmarken schnell entscheiden, wie sie Exklusivitätsklauseln handhaben und wie wichtig persönliche Beziehungen zu Agenten und Veranstaltern sind. Anschließend wechselte sie zu Nike Sports Marketing EMEA, wo sie sechs Jahre lang internationale Athletenverträge und Retail-Kooperationen steuerte — und verstand, dass Skalierung nur funktioniert, wenn der Back-End-Prozess mitzieht.
2021 holten die drei Yellow-Bee-Gründer sie als Chief Sales Officer an Bord. Die Marke hatte damals gerade den Formel-E-Einstieg hinter sich, wuchs schnell, aber der Vertrieb lief noch ad hoc ab. Christina baute das Sales-Team innerhalb von drei Jahren von acht auf 28 Mitarbeitende aus, strukturierte die vier Vertriebslinien Partnerships, Sports Marketing, B2B/Gym und Inside Sales und führte ein CRM-System ein, das heute das Rückgrat der Pipeline darstellt.
Persönlich ist Christina eine Mischung aus Marathonläuferin und Kart-Fahrerin: Sie kann über lange Distanzen ausharren, hasst aber jede verschwendete Sekunde im Verkaufszyklus. Ihre Teamführung ist direkt und werteorientiert. Wer bei ihr punktet, muss nicht laut sein — aber schnell, gut vorbereitet und markentreu. Sie pflegt ein Netzwerk aus Teamchefs, Athleten-Agenten, Event-Veranstaltern und Einkaufsleitungen, das sie gezielt einsetzt, ohne es auszubeuten.
Was sie antreibt, ist der Wunsch, Yellow Bee aus der Nische in die erste Liga der Marken-Partnerschaften zu katapultieren. Sie will nicht einfach mehr Deals — sie will die richtigen Deals schneller abschließen als Red Bull und Monster, ohne dabei die Glaubwürdigkeit der Marke zu verkaufen. Dafür setzt sie auf Daten im Pipeline-Management und auf Intuition beim Timing eines Pitches.
Christina steht in enger Verbindung zu allen vier Marken-Säulen von Yellow Bee. Beverage liefert die B2B-Grundlage mit Gym-, Retail- und HoReCa-Partnerschaften. Racing ist ihr Prestige-Portfolio mit Formel E und MotoGP. Events bringt Reichweite und Lead-Generierung durch Urban Sports und Campus-Touren. Lifestyle schließlich ist das Wachstumsfeld, in dem sie Merch- und Creator-Deals als neue Einnahmequelle sieht.